Ein Begegnungsort für eine starke Zivilgesellschaft

Die Zivilgesellschaft steht unter Druck. Rechtsruck, Falschinformationen und Kürzungen nehmen zu. Das globale Erstarken autoritärer Kräfte gefährdet auch die Demokratie bei uns vor Ort. Wer sich politisch ohnmächtig fühlt, zieht sich zurück. Wer sich nicht mit digitalen Themen auskennt, bleibt außen vor. Wer nichts kauft, gehört in unserer Gesellschaft oft nicht dazu. Dem wollen wir gemeinsam etwas entgegensetzen: einen konsumfreien Ort, an dem wir voneinander lernen, uns miteinander verbinden, Fragen stellen, mitmachen oder einfach sein können.

Kulturkiosk und Mitmachtreff in zentraler Lage

Im Sommer 2026 eröffnen wir das blaue kaninchen – unser neues kulturelles und soziales Zentrum am Südermarkt in Flensburg. Direkt neben dem Wochenmarkt und am Beginn der Fußgängerzone wandeln wir Leerstand um zu einem einladenden Treffpunkt und Veranstaltungsort. Durch die ebenerdigen Fensterfronten und die gute ÖPNV-Anbindung ist es ein idealer Ort für Kreativworkshops, politische Bildungsangebote, Tauschformate, Sozialberatung und für die vielfältige Kulturszene. Auch Spiele, Lesungen und spontane Begegnungen finden ihren Platz. Es gibt einen Veranstaltungsraum, einen Beratungsraum und kleine Lagerflächen. Auch eine Flyerecke, ein Foodsharing-, ein Büchertausch- und ein Saatenregal sowie eine kleine Fahrradreparaturstation werden ins blaue kaninchen mit einziehen. 

Wir legen Wert auf eine möglichst barrierearme, diskriminierungssensible und nachhaltige Gestaltung unserer Räume, Veranstaltungsformate und digitaler Angebote. Alle sind herzlich eingeladen, daran mitzuwirken! Die Raumbuchung ist allen möglich, die eigene gemeinwohlorientierte, öffentlich zugängliche, inklusive, niedrigschwellige und kostenlose Veranstaltungsformate in den Bereichen Kultur, Bildung, Beteiligung und Begegnung umsetzen möchten. Vereine, Initiativen, Kunst- und Kulturschaffende sowie engagierte Einzelpersonen aller Altersgruppen können die Angebote mitgestalten. Gewerbliche und parteipolitische sowie menschenfeindliche Akteure sind von der Nutzung ausgeschlossen. 

Ein Raum für gelebte und digitale Solidarität

Dritte Orte und nichtkommerzielle Freiräume wie das blaue kaninchen sind wichtige Bausteine einer sozial-ökologischen Transformation. Das stärkste Mittel zur Verteidigung unserer Demokratie ist echter Austausch. Durch solidarisches Teilen von Perspektiven, Wissen und Ressourcen, ermöglichen wir nachhaltige Demokratisierungsprozesse in Flensburg und Umgebung und stärken unsere kollektive Kreativität. Wir wollen nicht nur den Status Quo verteidigen, sondern gemeinsam ins Handeln kommen und echte positive Veränderungen bewirken.

Auch digitale Themen und Angebote spielen für uns dabei eine zentrale Rolle. Die Stärkung von Open Knowledge und die Nutzung von Open Source Software sind ein wichtiger Hebel hin zu digitaler Souveränität. Wir möchten Menschen zu mehr Medienkompetenz und Datenschutz befähigen und über Netzpolitik ins Gespräch kommen. Wer nicht selbst zu uns kommen kann, soll über Livestreams und interaktive Mitmachangebote teilhaben können. Auch vor Ort sollen digitale Elemente zur Vernetzung und Beteiligung anregen. Insbesondere im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl in Schleswig-Holstein wollen wir das Thema Medienkompetenz in den Fokus rücken, um präventiv gegen Falschinformationen aktiv zu werden. 

Wer steckt hinter dem blauen kaninchen?

Im Herbst 2025 hat sich ein Runder Tisch aus vielen Initiativen und Engagierten zusammengefunden. Gemeinsam haben wir uns ein Konzept überlegt für einen Ideenwettbewerb der Stadt Flensburg zur Umwandlung des Südermarkt Bistros in einen Begegnungsort. Das blaue kaninchen ist aus diesem Runden Tisch hervorgegangen und ein Kooperationsprojekt zwischen der blau:pause (Transformationszentrum Flensburg e.V.) und Bunnies Ranch e.V. Beide Vereine sind gemeinnützig und kümmern sich ehrenamtlich u.a. um die konzeptuelle Gestaltung, Verwaltungsaufgaben, die Raumbuchungen, unseren umfangreichen Veranstaltungskalender und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit. Die Initiativen und Akteure des Runden Tisches sind als Nutzende und helfende Hände ebenfalls mit eingebunden. Den größten Anteil der Mietkosten übernimmt die Stadt Flensburg. Bis Ende 2027 können wir die sonst leerstehenden Räume des ehemaligen Bistros und Kiosks nutzen.

Warum wir eure Spenden brauchen

Mit einer Spende ermöglicht ihr nicht nur unsere vielfältigen, kostenlosen Angebote zur Stärkung der Zivilgesellschaft, sondern u.a. auch erweiterte allgemeine Öffnungszeiten, eine zuverlässige Öffentlichkeitsarbeit, faire Honorare für spannende Gäste und die Deckung unserer anfallenden Kosten für Bastel- und Verbrauchsmaterial, Buchhaltung, Versicherung und die üblichen Nebenkosten. Als ehrenamtlich geführtes Projekt freuen wir uns sehr über jede große oder kleine Spende – auch Zeit- und Sachspenden oder pro bono Dienste. Vielen Dank für eure Unterstützung!